Möckernbräu Black Star

Plötzlich Porter

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Ich hatte einen Wunsch: Der Weihnachtsmann sollte mir ein schönes Stout brauen. Da der genug mit anderen Dingen zu tun hatte, wurde das Stout – rechtzeitig zu Weihnachten – aber eben in der eigenen Küche erstellt.

Uwes Hopfen - ganz schön viel
Uwes Hopfen – ganz schön viel

Ein erstes Stout hatten wir ja ein gutes Jahr zuvor gebraut. Nun wollten wir das Rezept noch etwas verändern, etwas sämiger sollte es werden, und lakritziger. Und, im Gegensatz zum letzten Mal, verwendeten wir wieder Hopfen von Uwe.

Bei der Hopfensorte sind wir uns ja nicht sicher, es ist aber ein Bitterhopfen. Diesmal erntete er so richtig viel, ich wusste gar nicht wie ich das auf meinem Fahrrad mit bekommen sollte. Irgendwie bekam ich aber auch diese Tüte nach Hause. Und dann hieß es, Dolden abzupfen, dörren, vakuumikeren, einfrieren. Beim nächsten Mal werden wir die aber vor dem Einfrieren wohl nicht dörren, und damit Energie und Arbeit sparen. Der Vorteil ist so allerdings, dass man super wenig Platz im Gefrierschrank benötigt.

Uwes Hopfen möchte geerntet werden
Uwes Hopfen möchte geerntet werden

Weihnachten animierte uns dazu, den Hopfen „Black Star“ zu nennen. Überraschend wenig Alkohol hatte es, nur 3,8 %. Was ja nicht schlecht ist, ein wenig mehr Power hätte es aber doch haben können. Das hätte dem Geschmack gut getan, aber natürlich nicht dem Schädel. Ob das an dem eher hohen Anteil an Spezialmalzen liegt, mit nicht so viel vergärbarem Zucker? Auf jeden Fall haben wir mehrfach kontrolliert ob es sich um einen Messfehler handeln könnte, glauben das nun aber nicht. Und es schmeckte auch leicht, was nicht so sehr auffiel, weil die Aromen sehr ausgeprägt waren.

Der Geschmack war eher schokoladig süßlich, mit ein wenig Lakritz (das sollte auch so sein) und Aromen von dunklen Beeren. Angenehm süß war es, das ist mir sonst beim Porter häufig zu heftig. Aber eben nicht ganz passend zum Stout. Pünktlich zum Heiligabend war das Bier voll ausgereift. Und Weihnachten weg.

Daten und Fakten

Brautag 30. Oktober 2016

  • Malz: Pale Ale Malz, Roggenmalz, Röstmalz Carafa Spezial II, Cara Aroma, Chocolate Malt
  • Hopfen: Uwes Hopfen Sorte unbekannt (Frischhopfen), Strisselspalter und Mosaic (Pellets)
  • Hefe: Danstar London ESB (obergärige Trockenhefe)
  • Sonstiges: Haferflocken
  • Ergebnis: Fein schokoladig, ein wenig Lakritz und dunkle Beerenfrucht
  • Stammwürze: 12,6 %
  • Alkoholgehalt: 3,8 %

 

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