Veganes Grillgut No. 1: Bratwurst

Veganes Grillgut No. 1: Bratwurst

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Als Vegetarier oder Veganer zu grillen, das bedeutet oft, dass sich die Gastgeber ganz lieb bemühen und fetten Grillkäse oder vegane Würstchen aus dem Supermarkt besorgen. Das rührt mich immer sehr, meistens ist es mir aber fast lieber, mich nur auf Brot und Salat zu stürzen.

Olaf und ich suchen nun nach vegetarischem oder veganem Grillgut außerhalb von Gemüse-Spießen, gefüllten Champgnions & Co., das nicht nach Fleisch schmecken muss, aber ein „Grillgefühl“ aufkommen lässt. Das würden wir in Zukunft mitnehmen, um den Gastgebern die Last abzunehmen, und selbst etwas Leckeres auf den Teller zu bekommen. Getrieben hat uns allerdings vor allem die Neugier. Ob es besser geht, als die Produkte aus dem Regal. Oft trocken, oft überwürzt, selten lecker. Und, so eine Überraschung: Es geht!

Unsere beste Bratwurst-Vorlage

Als Vorlage haben wir das Rezept von dieumsteiger.blogspot.de gewählt, da darin auch Tofu verarbeitet wird.

Aber, wie sollte es sein, es wurde eine Menge angepasst. Freiwillig und unfreiwillig.

Olafs Grillgut-Debut in vegan

Vegane Bratwurst im Dampfbad
Vegane Bratwurst im Dampfbad

Gegenüber dem Rezept aus dem Video wurde einiges verändert. Ich hoffe, ich vergesse nichts:

Zusätzliche oder veränderte Zutaten waren

  • Bärlauchpaste (Knofi war nicht da, und Granulat geht gar nicht)
  • Frische Chili (statt Pulver)
  • Frische Zwiebeln (statt Zwiebelgranulat)
  • Hefeflocken (statt Hefeextrakt)
  • Currypulver
  • Rauchsalz
  • Petersilie und Liebstöckel aus dem Garten
Vegane Bratwurst vor dem Braten
Vegane Bratwurst vor dem Braten

Nicht verwendete Zutaten waren

  • Guarkernmehl (hatten wir nicht, wir hätten aber Flohsamenschalen nehmen können)
  • Cayennpfeffer
  • Piment
  • Majoran

Irgendwie bleiben wohl nur Tofu, Seitan, Wasser, Öl, Salz und Pfeffer vom Rezept übrig, habe ich gerade das Gefühl. Eventuell noch Muskat.

Das Guarkernmehl hätte sicher eine bessere Bindung gegeben, eine homogenere Masse. Und etwas mehr Feuchtigkeit bleibt, wenn man die Zwiebeln, Kräuter und Gewürze vor dem Zugeben in Öl wendet. Habe ich als Tipp auf Youtube gesehen. Allerdings zu spät.

Vegane Wurst auf dem Grill
Vegane Wurst auf dem Grill

Nun war das ja als Grillgut geplant. Und das hat mit unserem Mini-Grill nicht geklappt. Wir haben die Würstchen dann doch in der Pfanne gebraten, um das Ergebnis zu bekommen, das ihr oben seht. Und das war klasse. Richtig knusprig außen, und nicht so trocken wie oft innen. Und so lecker, dass Olaf sich geärgert hat nicht gleich die doppelte Menge gemacht zu haben. Denn die gehen auch kalt super. Und man kann sie einfrieren.

Dazu Salat aus Kartoffeln und Blutampfer, der im Garten wie blöd wuchert. Und selbsgemachter Ketchup, obendrauf etwas Curry. Yummy!

Wir hatten wohl zu wenig Hitze, und hätten die Würstchen vorher ordentlich im Öl marinieren müssen. Das werden wir auf jeden Fall so noch einmal ausprobieren. Auf unserem Grill.

Ein wenig Arbeit ist es schon, da die Masse 40 Minuten lang gedämpft werden muss. Das hatte Olaf morgens gemacht, damit die Würstchen in der Alufolie (leider ökologisch nicht so toll) einige Zeit ziehen können. Würde man dies am Vorabend machen, dann würde es den Würstchen sicher noch einmal gut tun.

Nach dem ersten Aufreger, dass das alles nicht geht, war der Abend nach der Pfannen-Brat-Aktion auf jeden Fall gerettet.

Abend auf der Dachterrasse
Abend auf der Dachterrasse

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