Borgward - Schmuckstück aus Bremen

Made in Bremen: Borgward

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Er ist ein purer Traum von einem Automobil – der Borgward. In den Anfangsjahren wurde er in der Bremer Neustadt gebaut. Ein Modell davon: der Blitzkarren. Aber auch der Goliath wurde hier entwickelt. [Werbung – unbezahlt] 

Dieser Borgward stand bei einem Fest an der Schlachte. Olaf und ich sind auch zu sehen, dank der top-gewienerten Chromteile.

Die Anfänge von Borgward in der Neustadt

Carl Friedrich Wilhelm Borgward trat 1919 als Teilhaber in die Firma Bremer Reifenindustrie GmbH ein, die ab 1921 Bremer Kühlerfabrik Borgward & Co. hieß. Firmensitz war die Steinstraße 28 in der Bremer Neustadt. 1924 entwickelte Borgward das ausgesprochen erfolgreiche Lieferdreirad Blitzkarren, sowie 1925 das Nachfolgemodell Goliath Rapid und dessen größere Ausführung Goliath Standard. Mitte der 1920er Jahre wurde die Firma in Fahrzeugwerke Borgward & Co. G.m.b.H. umbenannt, in der Neustadt wurde ein neues Gebäude in der Industriestraße bezogen. 1928 folgte der Umzug nach Bremen-Hastedt, und später nach Sebaldsbrück. Dort, wo jetzt Mercedes-Benz sein großes Werk betreibt, das man übrigens auch besichtigen kann. Wenn wir über Borgward in der Neustadt sprechen, dann also nur für die Zeit bis 1928.

Erst danach wurde die Hansa-Lloyd-Werke A.G. übernommen, woraus zusammen mit der Goliath-Werke G.m.b.H. die Hansa-Lloyd-und Goliath-Werke Borgward & Tecklenborg oHG wurde. So kann sich die Neustadt mit dem Beginn der Ära Borgward rühmen, mit dem Blitzkarren und einigen Goliath-Modellen – Lloyd, Hansa, Isabella, Leukoplastbomber, all das ist zwar immer noch Bremer Geschichte, aber nicht die meines Stadtteils.

Automarken aus Bremen: Mercedes-Benz, Lloyd, Borgward
Automarken aus Bremen: Mercedes-Benz, Lloyd, Borgward

Schicke Oldtimer im Schuppen Eins

Im Schuppen Eins, dem Zentrum für Automobilkultur und Mobilität in der Bremer Überseestadt können viele Oldtimer bestaunt werden. Der Schuppen befindet sich am Europahafen, an dem in diesem Jahr die Alexander von Humboldt festgemacht hat. 2016 zieht diese an die Schlachte. Auf dem Foto ist der riesige Schuppen links zu sehen, der Schuppen Eins befindet sich links am Ende.

Der Schuppen Eins, hier links, am Europahafen
Der Schuppen Eins, hier links, am Europahafen

Direkt zugänglich (aber bitte nicht anfassen!) stehen dort immer wieder unterschiedliche restaurierte und unrestaurierte Schätze, die man teilweise auch kaufen oder mieten kann. Das erklärt, warum ich diesen Artikel auch in der Rubrik „Kaufrausch“ darstelle. Denn wer das nötige Kleingeld hat kann direkt zuschlagen und sich ein Bremer Luxus-Andenken mitnehmen. Für alle anderen bleibt: Schauen, Schlendern, Schwärmen.

Im Schuppen Eins kann man auch essen, trinken, shoppen, sein Fahrzeug tunen lassen und einiges mehr. Das geplante Mobileum ist noch nicht eröffnet, folgt aber sicher bald. Es soll die Bremer Automobilgeschichte interaktiv zeigen. Zudem gibt es einige Veranstaltungen, wie an jedem 1. Samstag im Monat den Classic-Treff-Tag.

Schätze im Schuppen Eins
Schätze im Schuppen Eins

Borgward gestern, heute und morgen

Auf der offiziellen Seite von Borgward werden die Modelle, die Geschichte und mehr wunderbar gezeigt, teilweise auch mit tollen Bildern. Die Geschichte geht übrigens weiter: In diesem Jahr hat Borgward sich erstmals nach 50 Jahren wieder auf dem Genfer Automobilsalon präsentiert. Das hat mit Bremen aber leider nichts mehr zu tun.

Das Firmengebäude im Kirchweg, Foto: Koch & Bergfeld

Wiederum in der Bremer Neustadt befindet sich aber die Borgward Zeitmanufaktur, erst seit Juni ist sie öffentlich zugänglich. Wie wäre es also an Stelle des Autos erst einmal mit einer schönen Uhr? Die Zeitmanufaktur ist Teil des Projekts „Quartier925“, das derzeit bei Koch und Bergfeld als gläserne Manufaktur entsteht.

Goliath und Borgward warten auf eine Restaurierung
Goliath und Borgward warten auf eine Restaurierung

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