Kartoffel Cherie und Rote Beete umarmen La Ratte d´Ardeche

Chérie küsst Rote Bete

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Drei der feinsten Gourmet-Kartoffeln aus Frankreich – Gärtner Pötschke machte mir den Mund wässrig. So etwas Tolles wollte ich haben, denn der Kartoffelanbau in meinem Garten ist alles andere als wirtschaftlich. Da müssen es schon Sorten sein, die im Supermarkt nicht zu haben sind. Dazu kam der Test, wie sich Rote Bete wohl im Garten macht.

Kartoffeln und Rote Bete – Anbau mit Schatten und Lehm

Noch junge Rote Beete im Chiquita-Sack
Noch junge Rote Beete im Chiquita-Sack

Mein Küchengarten besticht dadurch, wenig Sonne und einen schweren Boden zu bieten. Keine gute Voraussetzung für Kartoffeln und Rote Bete, wie sich herausstellen sollte. Weil dies zu erwarten war, habe ich beides auch in Kartoffel-Töpfen und hängenden Tüten angebaut – und in normaler Pflanzerde.

Kartoffeln schätze ich alleine deshalb, weil das Grün so schnell sichtbar ist und die Blüten wunderbar aussehen. Die kahle Erde wird früh bedeckt. Under der Erde sah es allerdings nicht so wunderbar aus. Wie ein Maulwurf wühlte ich mich durch den schweren Boden, Kartoffeln fand ich aber fast nur dort wo ich die Pflanzstellen mit Pflanzerde aufgefüllt habe. An die Aktion erinnerte mich mein Rücken noch drei Tage lang. Die Ausbeute in den Potato Pots war besser. Und auch die Rote Bete wuchs nur in der Einkaufstasche mit Bananen-Style. Fazit: Muss nicht nochmal sein, und für die Kartoffeltöpfe versuche ich mal, Exemplare selbst vorkeimen zu lassen.

 

Sortenvielfalt mit klangvollen Namen

Bunte Kartoffel-Köstlichkeiten verspricht Pötschke noch immer, Gourmet-Kartoffeln vom feinsten. Na, ich war gespannt. Die Namen versprachen viel.

„Chérie“ war die Sorte mit der größten Ausbeute. Die rote Schale ist hübsch, innen ist die Kartoffel sehr hell. Lecker. Mehr nicht.

Rote Beete und Kartoffel Cherie
Rote Beete und Kartoffel Cherie

„La Ratte d’Ardeche“ war auch lecker, und hatte tatsächlich oft komische Formen. Ihre seht die im Beitragsbild, in der Mitte. Die meisten Exemplare wurden allerdings nicht groß, vielleicht aufgrund einer etwas zu frühen Ernte. Dennoch: Auch wenn die beiden exklusiven Sorten schmeckten, die schnöde „Cilena“, mein erster Versuch im letzten Jahr, gefiel mir sogar noch besser. Ob die späteste der drei Sorten alles rausreißen würde?

„Vitelotte noire“ war der absolute Reinfall. Wenig Ausbeute, violette Hände beim Schälen. Zugegeben, die Kartoffel sieht innen wunderbar aus, aber gekocht war die Farbe fast weg. Sie schmeckte muffig, und sah fahl aus. Ausnahmsweise haben es einige Exemplare direkt in den Müll geschafft.

Kartoffel "Vitelotte noire"
Kartoffel „Vitelotte noire“

Begleiter der Kartoffeln: Rote Bete, Mangold, Grünkern-Bratlinge

Das war mal wieder echt lecker. Das Gemüse mit Roter Bete und Mangold, und tolle Grünkern-Bratlinge. Die Farbe der Sorte „Chérie“ war nach dem Kochen leider weitgehend weg.

Rote Beete mit Kartoffel und Grünkernbratling
Rote Beete mit Kartoffel und Grünkernbratling

Die Bratlinge habe ich für mich erst spät entdeckt, man kann sie toll abwandeln. Zum Beispiel durch Zugabe von Lupinen Chrunchy. Gibt dem Ganzen schicke gelbe Farbtupfer, und eine Extra-Portion Eiweiß und Biss. Die Fotos zeigen allerdings noch den ersten Versuch, ohne Lupinen. Da es so viele Bratlinge wurden, habe ich am nächsten Tag noch welche mit meinem Kräuterketschup und einer Estragonsauce angerichtet. Denn der Estragon wuchs wie wild im Garten, den verarbeite ich aber ganz selten. Habt ihr noch Ideen für dieses Kraut? Dann immer her damit!

Grünkernbratlinge mit Ketchup und Estragonsauce
Grünkernbratlinge mit Ketchup und Estragonsauce

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