Bier brauen – Anleitung für Anfänger

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Wer „sein erstes Mal“ in Bezug auf eigenes Bier noch nicht erlebt hat, also ein Greenhorn ist, der ist hier genau richtig. Denn hier geht es um echte Anfänger, um eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, den Weg zum ersten eigenen Craftbier.

Greenhorn - mal mit gemaltem Etikett
Greenhorn – mal mit gemaltem Etikett

Das eigene Bier selbst zu brauen ist gar nicht schwer. Nachdem wir einiges an Equipment und Erfahrung gesammelt haben wollten wir mal zurück zu den Anfängen und testen, wie man mit einfachsten Mitteln Bier brauen kann. Mit günstigen Zutaten sowie Gerätschaften, die praktisch jeder im Haus hat. Ohne Formeln und Tüftelei.

Im Web beschreiben andere häufig, wie Bier mit Extrakten einfach gebraut wird. Mit diesen Extrakten arbeiten auch viele Brausets, die man komplett bestellen kann. So etwas haben wir noch nie gemacht. Unsere Anleitung ist so, dass man nach dem gleichen Prinzip auch größere Mengen brauen kann, dass man Rohstoffe und Prozesse kennenlernt.

Unser Testbier ist wirklich lecker geworden. Ein Einsteiger-Bier, das man mit gutem Gewissen anbieten kann. Es fehlt etwas Finesse, die sich erst durch eine größere Bandbreite an Zutaten ergibt. Und das Ergebnis ist mit rund viereinhalb Litern (geplant waren fünf) auch nicht besonders ergiebig. Dafür benötigt man aber wenig Geld und Platz, und kann herausfinden ob hier aus einem kleinen Hobby eine große Leidenschaft wird. Oder ob es sich um ein einmaliges Experiment handelt.

Filmaufnahmen - Audio mit der kompakten, Video mit der GoPro
Filmaufnahmen – Audio mit der kompakten, Video mit der GoPro

In 6 Wochen und 11 Etappen zum eigenen Bier

Die Anleitung ist hoffentlich so gut, dass keine Fragen offen bleiben. Mit dem Film und der Checkliste sollte nichts schiefgehen. Also, los geht’s!

1. Vorarbeiten

Terminkalender checken:
Für Brautag, Abfüllung, Druckkontrolle und Flaschen-Umzug in den Kühlschrank muss Zeit eingeplant werden.

Kühlschrank-Kapazitäten checken:
Nach rund zwei Wochen müssen etwa zehn 0,5-Liter-Flaschen stehend in einem Kühlschrank gelagert werden, für mindestens vier Wochen. Ihr braucht also Platz. Ideal ist es, wenn der Kühlschrank sogar etwas kühler als normal eingestellt werden kann.

Zutaten bestellen:
Wir haben die folgenden Zutaten beim (Werbung – unbezahlter Link) Hobbybrauerversand bestellt, das geht natürlich auch woanders.
– 650 Gramm Wiener Malz, 450 Gramm Pilsener Malz, 150 Gramm Carapils -> gesamt 1,25 kg geschrotetes Malz
– 20 Gramm Glacier (Hopfenpellets)
– 6 Gramm Muntons Premium Gold (Trockenhefe, obergärig)
Die Zutaten kosten inklusive Versand rund 15 Euro. Wobei vom Hopfen für 6 Euro noch Material für vier weitere Sude übrig bleibt. Günstiger wird es auch, wenn ihr selbst schrotet, das Malz also ungeschrotet bestellt.

Bügelverschluss-Flaschen besorgen:
Aus dem Getränkemarkt holen, rechtzeitig austrinken und gut reinigen, oder neu bestellen. Menge ausreichend für rund fünf Liter.

Zubehör bereitlegen:
– Flaschen (siehe oben)
– Zutaten (Malz, Hopfen, Hefe – siehe oben)
– genügend Lappen zum Putzen
– 2 ausreichend große Töpfe (mind. 10 Liter)
– Kühlakkus
– feines Sieb, ausreichend groß für die gesamte Malzmenge
– Tasse o. ä. zum Umfüllen
– Waage
– Messbecher (erleichtert Mengenermittlung vom Nachguss, wenn Wasserkocher-Anzeige ungenau)
– Küchenthermometer (das Küchenthermometer kreativ so am Topf befestigen, dass ihr die Temperatur stets erkennt)
– Zucker
– Rührlöffel (möglichst groß, Kunststoff oder Holz), Schaumlöffel, Suppenkelle
– Trichter
– Wasserkocher
– Tuch zum Filtern (bspw. abgekochte Windel)
(den Taschenrechner vom Bild braucht ihr nicht)

Brauprotokoll vorbereiten:
Damit ihr auch später noch wisst was ihr gemacht habt, empfiehlt es sich, von Beginn an Brauprotokolle zu schreiben. Darin könnt ihr die unten angegebenen Produktionsschritte eintragen und am Brautag abhaken, sowie alle Datumangaben, Kochzeiten und eine Beschreibung des Ergebnisses. Ebenso die genauen Zutaten. Glaubt mir, ihr vergesst sonst was ihr – eventuell falsch oder besonders gut – gemacht habt.

Was ihr alles braucht
Was ihr alles braucht

2. Maischen

5 Liter Wasser auf 60° Celsius erhitzen
Malz hineingeben und fleißig rühren, damit nichts anbrennt und sich die Temperatur gleichmäßig verteilt – einmaischen
– Auf 64° hochheizen, 30 Minuten die Temperatur halten (die Zeit zum Hochheizen wird nicht mit gerechnet) – erste Verzuckerungsrast
– Auf 72° hochheizen, 30 Minuten die Temperatur halten – zweite Verzuckerungsrast
– Auf 78° hochheizen, 15 Minuten die Temperatur halten – abmaischen

Die Farbe des Bieres ergibt sich aus den gewählten Malzsorten. Bei der Bestellung anderer Malzsorten beachten, dass einige nur zu einem bestimmten Prozentsatz verwendet werden dürfen, wie beispielsweise Röstmalz. Zudem haben die Malze auch spezielle Eigenschaften, wie bspw. die Förderung der Schaumstabilität.
Wir haben die Eiweißrast weggelassen, mit der einige beginnen (54-57°, 15 Minuten). Durch die Eiweißrast werden unter anderem langkettige Eiweiße in kurzkettige Moleküle umgewandelt. Das fördert die Schaumstabilität und gibt der Hefe Nährstoffe. Dieses Gleichgewicht ist heute aber durch entsprechende Produktionsprozesse in den meisten Malzen bereits vorhanden. Solltet ihr unsicher sein oder Weizenmalz verwenden, welches tendenziell einen höheren Eiweißgehalt hat, dann setzt die Eiweißrast einfach um.
Auf die Jodprobe, die anzeigt ob die Umwandlung von Malz in Malzzucker geklappt hat, haben wir der Einfachheit halber verzichtet (sie ist bei uns immer positiv ausgefallen). Den Zucker braucht die Hefe als Nahrung, um Alkohol und Kohlensäure produzieren zu können.

3. Läutern

– Sieb auf den zweiten Topf setzen
Maische durch das Sieb geben (mit Hilfe einer Tasse o. ä., Rest kippen)
3 Liter Nachguss auf 78° hochheizen und über den Treber gießen (Ausgleich der verdampften Wassermenge, möglichst Wasserstrahl verteilen mit Hilfe eines Schaumlöffels)
– Treber abtropfen lassen, möglichst viel Flüssigkeit herausdrücken
– Treber entsorgen

Aus dem Treber kann man Brot backen. Auch Schweine oder Kühe freuen sich darüber. Wer kein Bäcker oder Bauer ist, entsorgt ihn halt im Hausmüll.

4. Hopfenkochen

Würze aufkochen (bei uns waren es 6,7 Liter), ohne Deckel, gelegentlich rühren
90 Minuten kochen lassen, in der Zeit:
1. Hopfengabe nach 10 Minuten Kochzeit (12 Gramm, Bitterhopfung)
2. Hopfengabe nach 85 Minuten Kochzeit (8 Gramm, Aromahopfung)
– Den gebrauchten Topf und das Sieb reinigen und die Würze umschütten (Hopfenseihen – grob filtern)
– Hopfenreste entsorgen
– Leeren Topf und Sieb reinigen
– Tuch in das Sieb und Sieb auf den gereinigten Topf geben
– Flüssigkeit noch einmal umgießen (Hopfenseihen – fein filtern)
– Nach dem Kochen und Filtern (bei uns waren es nur noch 3,5 Liter Würze) 2 Liter kochendes Wasser nachgießen

Die Hopfenmengen ergeben sich anhand der Alphasäure, bei Glacier liegt diese bei 5,4%. Andere Hopfensorten können andere Hopfenmengen erfordern. In der Regel verwendet man zur Bitterung und für das Aroma unterschiedliche Hopfensorten. Hat man Frischhopfen, so nimmt man die Menge mal dem Faktor 7-8.

 

Ab jetzt muss bis zur Abfüllung möglichst steril gearbeitet werden, um eine Infizierung mit Bakterien zu verhindern. Also alles gut mit kochendem Wasser übergießen. Wir sterilisieren die eigentlich sauberen Flaschen direkt vor der Abfüllung – ohne Gummidichtungen – bei 150° für 20 Minuten im Ofen.

 

5. Abkühlen

– Die Würze – im geschlossenen Topf – in einem größeren Eimer oder Waschbecken durch kaltes Wasser und Kühlakkus herunterkühlen
– Das Thermometer reinigen und in den Topf hängen lassen, wenn möglich
– Bei 23° (bzw. der auf der Hefepackung genannten Temperatur) geht es weiter

Gefrorene mit Wasser gefüllte Plastikflaschen eignen sich super. Das Abkühlen kann aber auch über Nacht bei Zimmertemperatur erfolgen; den Topf dabei gut schließen, um wilde Hefen, Keime und Insekten fernzuhalten.

6. Hefegabe

– Eine Packung Trockenhefe hineingeben (6 Gramm reichen) und sehr gut einrühren
– Den Deckel auf den Topf setzen; in der Regel reichen minimale Unebenheiten am Deckelrand, damit die Gärgase entweichen können (also Deckel nicht beschweren). Am besten mit einem Tuch abdecken um bei größeren Unebenheiten Keime fernzuhalten

Die regulären Päckchen beinhalten 10 Gramm, welche für rund 20 Liter reichen. Die Hefe trägt deutlich zum Geschmack bei, und hat unterschiedliche Eigenschaften, bspw. in Bezug auf den Vergärungsgrad oder den Bierstil. Wählt ihr eine andere Hefe, dann könnt ihr auch ein größeres Päckchen hineingeben, denn 6 Gramm-Packungen gibt es selten.
Möchtet ihr zum Beispiel ein Pils machen, dann braucht ihr untergärige Hefe. Temperaturen und Zeiten für die Gärung unterscheiden sich von der obergärigen Brauart, Zeit- und Energiebedarf sind höher. Ein kalter Keller im Winter kann dies erleichtern.


Der Brautag ist nach etwa 6-7 Stunden beendet.

7. Hauptgärung

– Topf 6-7 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen

Ein Gäreimer mit Gärspund ist besser geeignet, hier wollten wir ja aber einfachste Mittel verwenden. Wer so etwas hat, sollte das verwenden.

 

Nach der Hauptgärung, Sud, Rest mit Hefesatz, Jungbier
Nach der Hauptgärung, Sud, Rest mit Hefesatz, Jungbier

8. Abfüllen

– Sterile Flaschen, Suppenkelle, Trichter, Zucker und Teelöffel bereithalten
3 Gramm Zucker (ein Teelöffel) in jede 0,5-Liter-Flasche füllen
Flüssigkeit vom Topf in die Flaschen füllen (Kelle und Trichter), zwischendurch leicht schütteln um den Zucker zu verteilen, am Flaschenhals etwas Luft lassen
Flaschen schließen und – zur Vermeidung von Lichteinwirkung – unter einem Handtuch bei Zimmertemperatur lagern

Bei 0,33-Liter-Flaschen klappt es mit 2 Gramm Zucker. Viele nehmen Traubenzucker, es reicht aber ganz normaler Haushaltszucker. Profis verwenden oft sogenannte Speise, das ist für diesen Test aber zu kompliziert.
Da die genaue Menge nicht klar ist macht es Sinn, nicht gleich alle Flaschen zu füllen, sondern am Ende zu schauen in welche Flaschen der Rest noch passt. Für den Fall, dass am Schluss keine 0,5 Liter übrig sind, ist es gut eine kleinere Flasche vorbereitet zu haben. So wird nichts vom kostbaren Sud verschwendet.

9. Nachgärung und Druckkontrolle

– Die Flaschen 5-6 Tage bei Zimmertemperatur abgedeckt stehen lassen
– Am ersten dieser Tage Druck kontrollieren: Ploppen die Flaschen beim Öffnen nur leicht, können sie stehen gelassen werden. Ploppt es mächtig, dann sollte der Vorgang am nächsten Tag wiederholt werden, um eine Explosion der Flaschen zu verhindern.

Unser Bier hat kaum geploppt. Im Film hört ihr ohne Bild noch ein stärkeres Ploppen, das am Rande dessen ist, wo ein einmaliges Entlüften reicht. Ist es noch stärker, entlüftet ihr besser erneut. Und macht das nicht unbedingt in der Stube, lieber im Keller …

10. Reifung

– Nach der knappen Woche kommen die Flaschen in einen Kühlschrank
– Das Bier sollte mindestens vier Wochen reifen

Am Anfang haben wir das Bier immer zu früh getrunken. Die letzte Flasche schmeckte meist erst richtig gut. Habt Geduld, es lohnt sich! Bei größeren Suden kommt es auf eine Flasche nicht so an, da testen wir selbst nach 2,5 Wochen wo die Reise etwa hingeht, und messen zur Ermittlung des Alkoholgehalts. Darauf haben wir hier verzichtet.

11. Verkostung

– Glas bereitstellen, einschenken und genießen.

Da noch kleine Hefereste im Bier sind, sollte die Flasche vorsichtig und nicht ganz bis zum Rest eingegossen werden. Ideal ist ein Tasting-Glas oder mindestens ein richtiges Bierglas, das vorher kurz mit kaltem Wasser ausgespült wird.

Nach rund 6 Wochen ist es soweit, das Bier ist fertig.

 

Ein zufriedener Braumeister
Ein zufriedener Braumeister


Das Ergebnis kann sehr schwanken. Vielleicht verkocht bei euch mehr oder weniger Flüssigkeit. Auch die Temperaturen bei den Rasten können mal abweichen, und schneller oder langsamer erreicht werden. Das Leitungswasser ist weicher oder härter, und hat einen großen Einfluss. Und so weiter … Gebt also nicht gleich auf, wenn das Ergebnis anders aussieht als bei uns. Vielleicht habt ihr selbst bemerkt, was im Prozess nicht optimal gelaufen ist, dann macht ihr es beim nächsten Mal besser. Und vielleicht habt ihr auch gleich eine Idee, mit welchen veränderten Zutaten ihr eher ein Bier nach eurem Geschmack bekommt. Soll es vielleicht fruchtiger oder herber sein? Heller oder dunkler? Eure Experimentierfreude ist gefragt.

Solltet ihr an einem unserer Möckernbräu-Rezepte, die für knapp 20 Liter (Einkochtopf) ausgelegt sind, interessiert sein, dann schickt mir gerne den Link zum passenden Artikel; die genauen Mengen der Zutaten schreibe ich euch gerne. Da ich die relevanten handschriftlichen Notizen abtippen muss beschränkt euch aber bitte auf einzelne Rezepte, die ihr wirklich nachbrauen möchtet, für mehr reicht meine Zeit einfach nicht. Herzlichen Dank für euer Verständnis.

Habt ihr das Bier nachgebraut? Ich freue mich auf eure Kommentare, auf Erlebnisse und Ergebnisse.

 

Daten und Fakten

Brautag 30.06.2018

  • Malz: Wiener, Pilsener, Carapils
  • Hopfen: Glacier
  • Hefe: Muntons Premium Gold
  • Ergebnis: Eher schlichtes Ale gegenüber unseren anderen Experimenten, aber wirklich lecker. Malzbetont, daher leicht süß. Wer es hopfiger mag, nimmt ein paar mehr Pellets bei der Aromahopfung.
  • Stammwürze: 12,5 % (Wir haben nicht beschrieben wie man das herausfindet, waren aber neugierig … Daraus ergibt sich der Alkoholgehalt, den ihr auch nicht einfach messen könnt.)
  • Alkoholgehalt: 5,2 %

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Bier brauen - Anleitung für Anfänger

18 Antworten

  1. Michael

    Fang nochmal einen neuen post an hoffe das ist okay.
    Will demnächst mal anfangen Bier zu brauen und hätte noch ein paar grundlegende Fragen.
    Was ist sinnvoller ein gutes set zu kaufen oder alles was man braucht einzeln beschaffen ?
    Lebensmittel echte Kanister hab ich wie erwähnt noch, welche Menge sollte man den so anpeilen pro Vorgang würde ein Einkochautomat/Glühweinkocher besorgen bin nur nicht sicher wie groß gibt es ja zwischen 8 und 30 Lite.Dann hätte ich noch ein Induktions Kochfeld (leider nur in 10 grad schritten einstellbar) das man für den zweiten Topf benutzen könnte. Den rest müsste ich dann halt auch noch kaufen wenn ich die Küche plünder killt mich meine Frau.
    Hoffe das ist verständlich
    Gruß
    Michael

    • schaedelmaedel

      Oha, viele Fragen. Mit einem Set haben wir nie gebraut, daher kann ich das nicht beantworten. Ich meine aber, das ist im Verhältnis zu teuer, daher haben wir den Film ohne Set erstellt, mit Küchen-Equipment.

      Wir haben am Anfang gleich mit dem 20 Liter-Einkochtopf angefangen, meist kommen da am Ende etwa 16-18 Liter raus. Da der Zeitaufwand groß ist, lohnt sich das natürlich mehr als das Brauen allzu kleiner Mengen. Heißt, wenn du einen Topf extra kaufst, dann würde ich einen in dieser Größenordnung nehmen, um „zukunftssicher“ zu sein. Viele haben dann aber gar nicht die Kapazität zum Kühlen der Flaschen. Die angepeilte Menge hängt also von den Töpfen und der Lagerkapazität der Flaschen/Fässer über mehrere Wochen ab. Das mag bei deinen Kanistern platzsparender sein.

      Wenn du das Induktions-Kochfeld nicht für das Maischen nimmst, wo es recht genau auf Temperaturen ankommt, sondern nur zum Erhitzen des Nachgusses, dann sehe ich in den 10 Grad-Schritten kein Problem. Stelle einfach 80° ein und lasse den Topf im besten Fall kurz minimal abkühlen, dann bist du wohl bei 78°, circa. Solche Feinheiten haben bei uns noch keinem Bier geschadet.

      Probleme mit deiner Frau wären natürlich blöd. Dazu kann ich dir keinen Rat geben, als Frau (ich mache ja gerne mit).

      Viel Spaß – und Glück!

    • Michael

      Wo kauft ihr eure Flaschen? Oder nehmt ihr zb. Ne Kiste Flens und nutzt die?

      • schaedelmaedel

        Am Anfang haben wir Flaschen mit Bügelverschluss genommen die nicht geprägt sind, bspw. von Mönchshof. Die haben wir auch immer noch. Wir haben haben nun aber auch zusätzlich welche im Internet bestellt. Also beides.

        • Michael

          Na mal schauen ob ich paar Flens Kisten besorgen kann, hab nen einkochautomat günstig bekommen . Reicht es den mit Spüli auszuwaschen und mit klaren Wasser abkochen oder muss ich da nen richtigen Reiniger haben.

          • schaedelmaedel

            Spüli und kochendes klares Wasser. Wir sterilisieren am Ende im Ofen, aber da gehen die Meinungen auseinander.

  2. Michael

    Kann man das Bier auch im Kanister anstelle Flaschen lagern?

    • schaedelmaedel

      Moin Michael, darüber haben wir noch nie nachgedacht. Aber warum nicht? Wenn das Material lebensmittelecht ist. Ein Ausguss unten wäre wohl ratsam, dann schüttet man nicht so leicht den Bodensatz ins Glas. Und es kommt nicht so viel Sauerstoff in den Kanister, das Bier bleibt länger frisch.

        • Michael

          Könnte man ja umfüllen, aber die frage ust muss er zum gären geschlossen bleiben oder muss der druck kontrolliert werden

          • schaedelmaedel

            Wie beim Entlüften der Flaschen sollte man sicher zu Anfang mal zu viel Druck entweichen lassen, dann den Kanister aber geschlossen halten während der Nachgärung/Reifung. Umfüllen würde ich am Ende nur direkt ins Glas.

  3. Hermann

    Funktioniert das Reifen auch ohne Kühlschrank ? einfach im Keller ?
    Gruss Hermann

    • schaedelmaedel

      Moin Herrmann, bei obergärigen Bieren funktioniert das auch. Je kühler der Keller, desto besser. Es scheint so, als wenn die Rezenz (Spritzigkeit) des Bieres bei kälteren Temperaturen besser gebildet wird. Aber was will man machen, wenn man nicht genügend Kühlschränke hat. Dann ist eine möglicherweise etwas geringere Prickligkeit besser als kein eigenes Bier. Viele Grüße, Ingrid

  4. Denny

    Hallo,
    Ich habe das tolle Rezept nachgebaut, extrem Lecker und nur zu empfehlen. Jetzt würde ich gerne eine größere Menge davon brauen. Gibt es das Rezept auf für 20 Liter ?
    LG
    Denny

    • schaedelmaedel

      Moin Denny,
      schön, dass dir das Bier gelungen ist. Für 20 Liter haben wir das Rezept nicht, aber in der Größenordnung und mit dem entsprechend anderen Equipment haben wir auch deutlich bessere Biere gebraut. Wenn du mir eins von unseren anderen unter Möckernbräu nennst, das du gerne nach brauen möchtest, dann schicke ich dir gerne mehr Details dazu.
      Viele Grüße
      Ingrid

  5. Susanne

    Hallo Ingrid,
    wow, ein tolles Rezept und tolle Bilder hast du hier!
    Mich würde noch interessieren, welchen Hopfen du genau verwendest/kaufst?
    LG
    Susanne

    • schaedelmaedel

      Hallo Susanne,
      herzlichen Dank! Ich habe hier nur den Hopfen Glacier verwendet, in Pellets-Form. Allgemein verwende ich immer unterschiedliche Hopfen: als Pellets, getrocknet oder zur Erntezeit frisch.
      Viele Grüße, Ingrid

  6. Bier brauen - Anleitung für Anfänger - Drink Cocktails

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