Kürbisbier mit Rosmarin

Kürbisbier mit Rosmarin und Hafer

Veröffentlicht in: Möckernbräu | 0

Wir hatten nach dem Ackerbier noch selbst gemälztes Getreide übrig. Und wozu passt so etwas im Herbst? Na klar: Kürbis. Ein Pumpkin Ale sollte es werden, mit Rosmarin aus dem Garten verfeinert. Yummy. Oder nicht?

Hokkaido trifft Hafer

820 Gramm Kürbis und Haferflocken
820 Gramm Kürbis und Haferflocken

Pumpkin Ales gibt es schon lange, das ist nicht unsere Erfindung. In diesem Fall macht es auch durchaus Sinn, weil unser Malz ja nicht so optimal gelungen war. Und Kürbis ist mit seiner Stärke und dem Zucker ein Malzersatz.

Den Kürbis haben wir klein geschnitten und mit den Haferflocken in die Maische gegeben. Manche pressen den Kürbis oder backen ihn vorher. Wir schmissen das Fruchtfleisch einfach so hinein.

Kürbis-Massaker
Kürbis-Massaker

Milchiger Blausud

Unser erster Blausud
Unser erster Blausud

Es war das erste Mal, dass uns das passierte: Ein Blausud. Die Jodprobe ergab, dass nicht die gesamte Stärke verzuckert wurde. Damit hatten wir aber irgendwie auch gerechnet, bei der Masse an Rohfrucht und „Qualitätsmalz“. Somit gelang einiges an Stärke in die Würze, die dadurch noch trüber wurde. Und das kann man auf den Bildern ja wirklich deutlich sehen. Das Zeug erinnert nach dem Läutern eher an Milch als an Bier. Wir ließen uns davon nicht beirren und brauten weiter.

Das Mundgefühl soll ein wenig mehlig oder schleimig sein, wenn zu viel Stärke im Bier verbleibt. Das ist glücklicherweise nicht passiert.

Alles trüber Matsch: Maischen, Läutern, Würzekochen
Alles trüber Matsch: Maischen, Läutern, Würzekochen

Kraut für mehr Würze im Gärfass

7 Gramm Rosmarin zum Stopfen
7 Gramm Rosmarin zum Stopfen

Wir ernteten im Garten noch ein wenig Rosmarin. Im Folköl hatten wir ja mal probiert, wie so etwas schmecken könnte, indem wir einen Zweig in eine Flasche gegeben haben.

Den Rosmarin übergossen wir mit kochendem Wasser, um wilde Hefen und Keime zu vernichten. Mit dem Kraut sollte das Bier noch einen herbstlich-würzigen Charakter bekommen. 

Das Ergebnis ist weniger trüb als gedacht. Im Beitragsbild seht ihr das Bier, bevor der Bodensatz hinein gelangte. Wenn man also zeitig aufhört mit dem Einschenken, dann ist es sogar recht klar. Und der Rosmarin kommt sehr angenehm leicht durch. Ich hatte Sorge dass das Ergebnis etwas muffig wird, das ist aber nicht passiert. Was nicht so ausgeprägt ist, das ist der Schaum.

Es war ein kleiner Sud, der irgendwie immer kleiner wurde. Geplant waren gut 10 Liter, aber irgendwie waren es am Ende nur 3,5 Liter. Ein extrem seltener Tropfen, könnte man sagen, wäre es Wein. Da wird jede Flasche zelebriert.

Trüber Matsch im Gäreimer, verfeinert mit Rosmarin aus dem Garten
Trüber Matsch im Gäreimer, verfeinert mit Rosmarin aus dem Garten

Daten und Fakten

Brautag 13.10.2019

  • Malz: Gerstenmalz, Weizenmalz (beide selbst gemälzt)
  • Hopfen: East Kent Golding, Brewers Gold (Pellets)
  • Hefe: Safale K-97 (obergärige Trockenhefe)
  • Ergebnis: Fett und doch leicht. Der Rosmarin kommt raus, aber nicht zu stark. Beim Einschenken muss man aufpassen, dass der trübe Bodensatz nicht mitkommt, dann erscheint das Bier überraschend klar. Es schmeckt bestimmt gut zu Brathering und Pellkartoffeln, das haben wir aber nicht probiert.
  • Stammwürze: 12,5 %
  • Alkoholgehalt: 4,7 %
Getrübtes Ergebnis durch Bodensatz
Getrübtes Ergebnis durch Bodensatz

 

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