Böse - ein schön schwarzes Stout

Böses Stout, böse Helene

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Weihnachten war mal wieder ein Brautag angesagt. Ich wollte gerne ein schönes Stout, Olaf was mit Birnen. Also teilten wir den Sud, und machten aus der Hälfte sozusagen ein Stout „Helene“.

Böses Stout ohne Schickimicki

Letztens habe ich mir mal einen schönen Feuerschädel gegönnt. Der hat zwar nichts mit dem Bier zu tun, sah aber dazu irgendwie cool aus, finde ich. Das Stout selbst war wunderbar für die kalte Jahreszeit. Obwohl Rauchmalz, Rauchweizen und Röstgerste im Stout waren, war das Aroma gar nicht so rauchig wie gedacht. Schokoladenmalz brachte eine leichte Süße ins Bier. Mit 4,9 Umdrehungen war es auch, wie es sich für ein Stout eigentlich gehört, recht leicht und doch sehr aromatisch. Mir gefiel es sehr gut. Spannender ist aber natürlich das Birnenexperiment.

Stout Helene mit Birnen, Kakao und Zimt

Erst vor wenigen Tagen wurde Helene mit den befreundeten Birnen-SpenderInnen verkostet. Dunkle Biere dürfen ja gerne mal einige Zeit reifen, eigentlich hatten wir aber schlicht vorher keinen Termin gefunden. Die Birnen aus der Bremer Neustadt waren selbst eingelegt, die Zimtstange wurde später gleich mit gestopft. Dazu besorgten wir Bio-Cacaonibs, die wir etwas mörserten.

Faire Bio-Kakaonibs und Birnen aus einem Neustädter Garten
Faire Bio-Kakaonibs und Birnen aus einem Neustädter Garten

Die Zutaten gaben wir in der Hauptgärung in den den halben Sud. Schön sieht das ja nicht aus. Ansonsten bestand der Unterschied zum einfachen Stout in der Hefe, denn von der K-97 haben wir noch einiges, und bei so vielen Aromen stand die Hefe-Aromatik nicht im Vordergrund.

Kakao und Birnen gären in der bösen Helene
Kakao und Birnen gären in der bösen Helene

Das Ergebnis war nicht so überzeugend wie von Olaf erhofft. Ich war von Anfang an etwas skeptisch. Die Fruchtigkeit kam irgendwie nicht richtig durch, dafür eine leichte Bittere. Leider konnte ich beim Tasting mit den Freunden nicht dabei sein und mich dort direkt austauschen. In der Runde ist man, so wurde mir zugetragen, zu dem Schluss gekommen, dass die ungewöhnliche Bittere von den Gerbstoffen aus den Birnen stammen könnte. Fest steht: Das machen wir nicht noch einmal, die Birnen können wir besser direkt essen. Ich denke, auch reiner Kakao ist ja an sich bitter, und könnte den Effekt verstärkt haben.

Böse Helene mit Birne (und Schoki)
Böse Helene mit Birne (und Schoki)

Treberbrot und Sojaaufstrich

Nach langer Zeit habe ich mal wieder Treberbrot gebacken. Ich dachte, der Anteil an Schokomalz könnte lecker sein. Wie immer ist das eine ganz schön mächtige Sache, das Brot braucht viele Gewürze. Aber nachhaltig ist es, nicht der gesamte Treber wurde somit weggeschmissen. Ebenso nachhaltig ist der Aufstrich, der aus dem Abfall der Sojamilch-Produktion für das vegane Joghurt-Experiment entstanden ist. Auch der brauchte aber extrem viel Gewürze, um Geschmack zu bekommen. Beides kann man also machen, muss man aber nicht.

Abfall-Küche: Treberbrot und Sojaaufstrich
Abfall-Küche: Treberbrot und Sojaaufstrich

Daten und Fakten

Brautag 26.12.2019

  • Malz: Maris Otter Pale Ale, Abtei, Hafer, Chocolate, Rauch
  • Hopfen: Triskel, Brewers Gold, East Kent Golding (Pellets)
  • Sonstiges: Rauchweizen (von einem Freund selbst geräuchert über Hickory-Holz), Röstgerste

Stout:

  • Hefe: Mangrove Jack’s M15 Empire Ale (obergärige Trockenhefe)
  • Ergebnis: Schön dunkel, leicht schokoladig, überraschend wenig rauchig. Ausgeglichen und vollmundig.
  • Stammwürze: 14,2 %
  • Alkoholgehalt: 4,9 %

Helene:

  • Hefe: K-97
  • Sonstiges: eingemachte Birnen, Zimt, Cacaonibs
  • Ergebnis: Nicht so gut wie das „einfache“ Stout, hätte man den Vergleich nicht, es war aber trotzdem lecker. Wenig fruchtig und etwas bitter, der Kakao kommt nicht richtig durch.
  • Stammwürze und Alkoholgehalt: unbekannt

 

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